Ae r o & P o l a r p h i l a t e l i e
Seit vielen Jahren erfreut sich die Aerophilatelie zunehmender Beliebtheit.Anhand von Erst- und Sonderflugbriefen kann man die Entwicklung der Luftfahrt dokumentarisch nachverfolgen. So lassen sich die Veränderungen der eingesetzten Flugzeuge, die vielen Destinationen und Flugrouten nach den verschiedenen Ländern und die Entwicklung diverser Fluggesellschaften nachverfolgen. Ebenso lassen sich postalische Veränderungen wie z. B. die Notwendigen Frankaturen verfolgen. Was ist ein Erstflug? Unter Erstflügen verstehen wir die Eröffnung eines Regelmässigen Luftpostdienstes. Dies muss nicht unbedingt mit dem ersten Flug identisch sein. So wurde beispielsweise die Strecke Zürich - Vilnius- Zürich am 19.1.1992 eröffnet. Die Post wurde aber immer noch via Moskau nach Vilnius geleitet und erst am 1.4. 1992 mit dem Flugzeug direkt befördert. Dagegen wurde bereits auf dem ersten Retourflug Post mitgenommen. Aufbau eines Erstflugbriefes: - Stempel des Ablfugtages und - Ankunftstempel (Rückseite) - korrekte Frankatur - passendes Sujet - Ankunftsadresse: die Adresse wird postlagernd angeschrieben, damit sicher ein Ankunftsstempel angebracht wird.
Was ist eine Zuleitung? Eine Zuleitung ist die Postaufgabe von einem 3. Ort aus an die Flugdestination laut Flugplan. Diese kann per Schiff, Ballon, Flugzeug etc. erfolgen.
Was ist Polarphilatelie? Was verstehen wir unter den Polargebieten ? Für das Südpolargebiet, kurz Antarktis, gilt als nördliche Begrenzung die Linie, wo das nordwärts abfließende kalte Oberflächenwasser der antarktischen Meere unter die warmen subtropischen Wassermassen des Nordens absinken. Diese Linie verläuft nicht gleichmäßig um den Erdball, liegt aber ungefähr bei 50 ° südlicher Breite und erfasst auch jene Inseln, die wir als subantarktische bezeichnen und deren Post als Polarbelege sammelnswert ist.
Antwortkarten  Dem Aerophilatelisten wird die scheinbar wirre Frankatur der oben abgebildeten Postkarte vielleicht seltsam vorkommen. Doch alles hatte seine Richtigkeit. Eine Österreichische Antwortpostkarte konnte natürlich in der ehemaligen DDR für einen Erstflug aufgeliefert werden, wenn diese zurück nach Österreich adressiert war. Dabei war es gegenstandslos, ob die amtlich gedruckte Antwortpostkarte Verwendung fand oder ob eine privat hergestellte, auf der das erforderliche Porto in österreichischen Briefmarken geklebt wurde. Das Porto für eine normale Auslandspostkarte auf dem Landweg betrug 1958 in Austria 1.50 ÖS. Diese Portohöhe entsprach damit auch der Rücksendegebühr. Trotz österreichischer Frankatur zählt dieser Beleg also nicht zur Österreich-Luftpost. Es handelt sich hierbei nicht um Mitläuferpost aus Österreich, sondern lediglich um eine seltene Frankatur-Variante. Wer weiss schon, dass es Zeiten gab, wo ein österreichisches Postwertzeichen, in Erfurt entwertet, völlig korrekt war.
|